aspekte 5 Finale JUGEND KOMPONIERT

9. März 2024 14:00 - 15:00 Kleines Studio, Universität Mozarteum, Universitätsplatz 1

Mitwirkende
Christina Schorn-Mancinelli, Gitarre
Yvonne Zehner, Gitarre

Altersgruppe I (10-14 Jahre)
Ludvik Breuss Vehar
David Platzer

Altersgruppe II (15-18 Jahre)
Emily Louise Beauchamp
Mark Tullao

Jury
Prof. Peter Arnesen (Pianist, Komponist)
Mag.ª Michaela Nestler (Gitarristin,  Musikpädagogin, pädagogisch-didaktische Betreuung Vorarlberger Musikschulwerk)
MMag. Ludwig Nussbichler (Komponist, Künstlerischer Leiter Aspekte Salzburg)
Univ.-Prof. Mag. Richard Graf (Juryvorsitz, Komponist, Vizerektor für Lehre und Digitalisierung Jam Music Lab University)

Eine Veranstaltung der Austrian Composers Association (ehemals ÖKB) in Kooperation mit Musik der Jugend und Aspekte Salzburg. Die Austrian Composers Association ist die Interessenvertretung in Österreich lebender und wirkender Komponist*innen. Wichtigstes Ziel ist die Förderung und Stärkung der gesellschaftlichen, kulturpolitischen und wirtschaftlichen Position der Musikschaffenden Österreichs. Die Austrian Composers sind Initiator von zahlreichen Projekten wie Wettbewerben, Konzertformaten oder Kongressen und engagiert sich für die Nachwuchsförderung. Der Wettbewerb „Jugend komponiert“ findet bereits zum 15. Mal statt.

KOMPONIST*INNEN

Ludvik Breuss Vehar kam im März 2012 in Graz zur Welt. Bald nach seiner Geburt zog er mit seiner Familie nach Škofja Loka in Slowenien, wo er seither wohnt, und die Schule besucht. Er ist vielfältig interessiert, programmiert und kocht gerne, liest viel und informiert sich über Astronomie. Er ist zudem Teil einer Schauspielgruppe und überzeugter Pfadfinder. Einen besonderen Platz in seinem Leben nimmt aber die Musik ein. Er lernt seit fünf Jahren Trompete an der Musikschule Škofja Loka, wo er auch den Musikkundeunterricht besucht, spielt im Schulorchester und der städtischen Blasmusik. Zuhause denkt er sich gerne Musik aus, die er mit Trompete, Klavier oder mit einem Notenprogramm umsetzt.

„Ant dance“
Ant dance ist ein munteres Stück für zwei Gitarren, das sich nach der Vorstellung der melodischen und rhythmischen Figuren des Hauptteils über zwei weitere Teile (Adagio mit virtuosen Passagen und Pizzicato-Teil) wieder am Anfang findet, diesen dann aber zu einem fulminanten Ende bringt. Ameisen tanzen – wie und wo, wohin und warum, wird sich in der Fantasie der Zuhörer manifestieren.

 

 

 

 

 

 

 

 

David Platzer ist elf Jahre alt und besucht die 1. Klasse der Mittelschule St. Florian. Außerdem ist er seit Herbst Mitglied der Florianer Sängerknaben. Seit 5 Jahren erhält er Unterricht an der Steirischen Harmonika und seit 4 Jahren an der Trompete. Im letzten Jahr hat er die 1. Übertrittsprüfung mit der Steirischen Harmonika mit Auszeichnung absolviert. Weiters erreichte er mit der Trompete bei „Prima la Musica” einen 1. Preis. In seiner Freizeit macht er auch gerne Sport und ist Mitglied des Schivereins WSV Scharnstein und spielt gerne Volleyball und Fußball.

„Adagio“
Ich hatte eine erste Melodie im Kopf, die zu einer Gitarre passte. In weiteren Sessions habe ich die Melodie erweitert.  Das Stück besteht aus stressigen und ruhigen Passagen. Wenn ein Teil des Stücks stressiger war und ich merkte, dass auch ich dadurch gestresst wurde, habe ich darauf hin einen ruhigeren Teil geschrieben, der auch mich ruhiger machte. Das Stück habe ich also parallel zu meinen Gedanken und Gefühlszuständen verfasst. 

 

 

 

 

 

 

 

 

Emily Louise Beauchamp wurde 2009 in den Niederlanden geboren. Ihre Eltern ermutigten sie schon früh, ihren künstlerischen Leidenschaften zu folgen, was dazu führte, dass sie in die Schule für Junge Talente in der Tanz- und Klavierabteilung des Königlichen Konservatoriums Den Haag aufgenommen wurde. Im Alter von neun Jahren begann sie neben dem Klavierunterricht auch Kompositionsunterricht bei Reza Namavar zu nehmen. 2018 war Emily Finalistin beim Nederlands Blazers Ensemble (NBE)-Wettbewerb für junge Komponisten. Ihre Werke wurden auch vom New European Ensemble aufgeführt und ihrer Kompositionen wurden mehrmals bei Kammerkonzerten präsentiert. Seit 2022 lebt sie in Wien. Sie besucht das Musikgymnasium und ist Schülerin der Jungen Akademie der Musikschulen der Stadt Wien, wo sie die Klasse von Herrn Prof. Stanislaw Tichonow besucht. Im November 2023 hat sie begonnen, zusätzlich Unterricht in Dirigieren und Komponieren bei Herrn Andreas Simbeni zu erhalten. Neben der Musik liebt sie es, Bücher zu lesen und zu zeichnen.

„Don Quixotically“
Für mein Stück „Don Quixotically“ für zwei klassische Gitarren wollte ich ein Element des spanischen Tanzes einbauen. Ich wollte mich auch nicht auf die Saiten des Instruments beschränken, sondern habe experimentiert, wie ich sie als Percussion einsetzen könnte. Das Stück ist kontrastreich, zwei Motive spielen abwechselnd. Es gibt so etwas wie ein drohendes Motiv der Schläge, das wie eine dunkle Wolke über dem ganzen Stück schwebt. Allerdings gibt es auch eine Melodie, die eine Art entschlossene Liebe weckt, etwas, das mich an den berüchtigten Don Quijote denken ließ. Plötzlich denkt er liebevoll an seine Dulcinea, sein Leuchtfeuer der Hoffnung, seinen Grund, weiter durch die Dunkelheit zu stapfen. 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mark Tullao begann im Alter von acht Jahren Klavier bei Maria Angeles Rubin Hasibar zu lernen, wodurch sich schnell sein Interesse an Gesang entwickelt hatte. Dies ließ in ihm den Wunsch aufkeimen, seine schulische Laufbahn in der Volksschule Wiener Sängerknaben fortzusetzen. Zeitgleich erhielt er weitere Klavierstunden bei Chieko Misumi-Ortner. In der Zeit als Wiener Sängerknabe bereiste ich viele Länder wie Australien, die Vereinigten Staaten von Amerika und Armenien. In den USA begleitete er die Wiener Sängerknaben auf dem Klavier. Dort spielte er in verschiedenen Konzerthäusern wie im Chicago Symphony Center und in der Carnegie Hall. Derzeit besucht er das Oberstufenrealgymnasium der Wiener Sängerknaben, wo er auch das Wahlpflichtfach „Komposition“ belegt hat. 2021 und 2022 hat er jeweils den 2. Platz im Kompositionswettbewerb „Jugend Komponiert“ belegt.

„Gitarrenwerk“
Es besteht aus vier Teilen. Größtenteils atonal bis auf den letzten Teil. Der erste ein ziemlich überraschender Teil. Der zweite ein aus Viertelton bestehender Ostinato. Darüber eine Summstimme und Klopfen. Der dritte Teil wieder aufgeregt. Der letzte Teil tonal geschrieben in der Form ABA.

 

 

 

 

 

 

 

MUSIKERINNEN

Christina Schorn-Mancinelli studierte an der Universität Mozarteum bei OHProf. Eliot Fisk und Joaquín Clerch. Sie absolvierte mit Auszeichnung und erhielt darüber hinaus von der Londoner „Guildhall School of Music and Drama“ ein Stipendium, um ihre Studien bei Prof. Robert Brightmore zu vertiefen. Diverse Studienaufenthalte führten die Gitarristin unter anderem nach Montevideo zu Abel Carlevaro sowie an die Accademia Musicale Chigiana zu Oscar Ghiglia. Christina Schorn-Mancinelli ist Preisträgerin zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe. Als Gründungsmitglied des El Cimarrón Ensemble widmet sie sich seit vielen Jahren der Interpretation von zeitgenössischer Musik. Sie durfte die Werke zahlreicher renommierter Komponisten uraufführen (Sofia Gubaidulina, Luca Lombardi, Klaus Ager, Stefan Hakenberg, Vito Palumbo, Balz Trümpy, Daniel Akiva, u.a.) und wurde durch die enge Zusammenarbeit mit Persönlichkeiten wie Hans Werner Henze und Ennio Morricone enorm geprägt. Konzertreisen führten sie durch ganz Europa, in die USA sowie nach Südamerika. Seit 2007 leitet sie gemeinsam mit Yvonne Zehner das Internationale Halleiner Gitarrenfestival. Unterrichtstätigkeit am Musikum Salzburg, am Conservatorio di Monopoli sowie unter anderem im Rahmen der Austrian Arts Sessions in Ossiach. Aufnahmen sind bei WERGO, Stradivarius, VDM und Biongovanni Records erschienen.

 

 

 

 

 

Für Yvonne Zehner ist Musik Ausdruck des Jetzt. Sowohl in der Neuen Musik, also auch in der Alten Musik spiegelt sich die Emotionalität des Menschseins, immer wieder gewandelt und unfassbar in Wort und Sprache. Geboren in Salzburg, ist sie seit 2007 künstlerische Co-Leiterin des Internationalen Halleiner Gitarrenfestivals, war 2008-2012 Präsidentin der Konzertreihe Musik im Museum die sich mit monatlichen Konzerten um die Aufführung zeitgenössischer Musik bemühte und besonders junge Ensembles und Interpreten förderte. Seit 2009 leitet sie gemeinsam mit Jürgen Schwenkglenks das von ihnen initiierte Internationale Gitarrenfestival Passauer Saiten. Sie ist seit 2016 Präsidentin der Salzburger Gesellschaft für Musik. Yvonne Zehner ist Mitbegründerin mehrerer kammermusikalischer Ensembles, wie z. B. dem Trio Collage, 2005 an der Universität Mozarteum gegründet. Gemeinsam mit dem österreichischen Komponisten Klaus Ager gründete sie 2009 das Gunnar Berg Ensemble Salzburg. Das Ensemble hat sich u.a. auf Uraufführungen spezialisiert. Durch ihre enge Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Komponist:innen widmeten ihr mehrere Komponisten wie Atanas Ourkouzounov, Daniel Akiva, Frank Brickle, Klaus Ager, Amr Okba u.a. Stücke für Solo Gitarre und Kammermusik. 2022 wurde ihr von Agustín Castilla-Ávila das Gitarrenkonzert „Quest’altro splendor che si mostra“, welches sie gemeinsam mit der Camerata OSG unter Leitung von Wladimir Rosinsky in La Coruña und Passau uraufführen durfte, gewidmet. Sie arbeitete ferner mit Sofia Gubaidulina, Konstantina Gourzi, Benjamin Lang, Marios Joanou Elia, Greg Caffrey, Yuval Halpern u.a. an Uraufführungen ihrer Werke. Zahlreiche Konzerte führten sie sowohl solistisch als auch kammermusikalisch durch Europa, Asien, die USA und Südamerika. Yvonne Zehner ist neben ihrer Lehrtätigkeit an der Oberösterreichischen Landesmusikschule Dozentin für Gitarre an der Universität Passau.

 

 

 

 

 

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